Blog - Coral Coast

April
08
2010

Coral Coast

Coral Coast


die Pinnacles

Unser erstes Ziel nach Perth waren die Pinnacles. Das sind Sandsteine die in der Wüste stehen. Es gibt zwei Wege dorthin. Der Normale über die asphaltierte Straße und den Abenteuerlichen über einen 4-WD- Track. Natürlich haben wir den Zweiteren genommen. Das Kartenmaterial haben wir in Lancelin im Infocenter erhalten. Zum Glück wurde uns diese lustige Zeichnung auch erklärt und wir wurden darauf hingewiesen wie bescheiden die Strecke beinander ist. Mit 5 Stunden Fahrzeit für 75km ist zu rechnen. Das klingt doch nach Abenteuer. Wir haben die Luft aus den Reifen gelassen und sind ab durch die Sanddünen. Wir hatten lange Zeit keine Ahnung ob wir richtig sind. Uns kam ein Motoradfahrer entgegen, der auch schon geglaubt hat sich in der Wüste komplett verloren zu haben. Irgendwann hatten wir dann raus wo wir waren. Am Strandstück haben wir Mittag gemacht und sind baden gegangen. Das letzte Stück war übel. Extrem felsig, eng, kurvig, uneinsichtig und mit steilen Steigungen. Mit Schritttempo ging es ganz langsam voran. Gegen halb 4 waren wir dann an den Pinnacles. Nachdem wir uns über die Entstehung und die Pflanzen und Tierwelt der Pinnacles im Information Center schlau gemacht haben, haben wir diese zu Fuß und mit dem Auto erkundet. Die Nacht haben wir in Cervantes verbracht.



Am Freitag sind wir nach Geralton gefahren. Zwischendurch waren wir bei einem Lookout, in Jurien Bay und in Leeman, wo wir etwas gelesen und im Meer gebadet haben. Den Nachmittag haben wir in Geralton verbacht und unseren letzten Blogeintrag online gestellt.

Am Samstag sind wir nach Kalbarri. Auf unserem Weg kamen wir an einen rosa See vorbei. Keine Ahnung warum der rosa ist, aber sieht irgendwie ungesund aus. Die Ostküste des Kalbarri Nationalpark haben wir schon am Vormittag erreicht. Dort sind die sogenannten „Coastal Cliffs“ zu bestaunen. Das sind Sandsteinklippen welche sehr stark an die Great Ocean Road erinnern , nur das hier keine 12 Apostel im Meer stehen, dafür aber das Gestein farbenreicher ist. Wir haben jeden Lookout mitgemacht von der “Natural Bridge“ bis hin zum „Red Bluff“. Am „Rainbow Valley“ sind wir den Walk zum „Mushroom Rock“ und zurück gelaufen. Eine wirklich schöne Küste. Den Nachmittag haben wir am Strand von Kalbarri und im Meer verbracht. Am Abend waren wir noch im Pub auf ein Bier und eine Runde Billard.



Sonntag war Ostersonntag! Abgesehen von den Schokohasen und Schokoeiern, die man überall kaufen kann, merkte man kaum das Ostern war. Was zu Weihnachten an Dekoration übertrieben wird, wird zu Ostern gespart. Hier geht man an Ostersonntag zu keinem Brunch sondern zum Fischen, oder in die Sportbar zum Pferde- bzw. Hunderennen wetten. Wir sind zum Wandern in den Kalbarri Nationalpark. Erstes Ziel war das berühmte Natures Window und anschließend sind wir den 8km langen Loop- Walk gewandert. Kein Schatten und extreme Sonne machen diesen Weg zur echten Herausforderung. Aber es hat sich gelohnt. Der Ausblick auf die Schlucht und auch der Weg durch die Schlucht, welche fast ausgetrocknet war, war beeindruckend. Es war sehr abwechslungsreich von der Vegetation und dem Gestein. Von tiefrot bis zu weiß, und genauso die Formen die das Gestein im Gorge hatte war immer wieder toll. Wir waren fix und fertig als wir den Parkplatz erreicht haben. Somit entschlossen wir uns nochmal den Umweg ans Meer zu machen um uns abzukühlen. Wir haben uns natürlich vorher noch den Z-Bend angesehen, wo man eine der schönsten Sichten auf den Fluss bzw. die Schlucht hatte. Das Bad tat gut und so sind wir erfrischt und gut gelaunt zu den zwei letzten Lookouts, den Ross Graham und den Hawks Head Lookout, aufgebrochen. Unser Camp für die Nacht war nur einige Kilometer entfernt am Fluss gelegen.



Am Montag ging es nach Shark Bay. Nachdem wir alles zusammen gepackt hatten sind wir erst mal einige Kilometer entlang des North- West Highways gefahren. Am Overlander Roadhous ging es dann auf den World Heritage Drive von Shark Bay. Die erste Sehenswürdigkeit, abgesehen von der Strecke selbst, war der Hamelin Pool mit den jahrtausende alten Stromatoliten. Sromatoliten sind Bakterien, welche durch Sandstein Säulen im Meer bilden. Es gab sie schon vor 3,5 Millarden Jahren und ist somit die älteste wenn auch sehr einfache Lebensform, die man auf der Erde entdeckt hat. Danach gings zum Shell Beach. Der ganze Strand ist voll mit winzigen Muscheln. An einigen Stellen sogar bis zu 10 Meter tief. Früher wurde damit sogar gebaut. Hier haben wir auch gleich Mittag gemacht. Dann gings zum Eagle Bluff. Ein Aussichtspunkt auf die Neststelle der Haie. Leider war der Aussichtspunkt sehr weit weg und man musste genau hinsehen um einen Hai zu sehen. Aber es waren ein paar unterwegs, auch Manta- Rochen waren zu sehen. In Denham haben wir uns ein Eis gegönnt, bevor es vorbei an der Little Lagoon in den Francois Peron Nationalpark ging. Die Touristenattraktion dort ist der Peron Homestead, eine ehemalige Schaf- Scher- Station. Abgesehen von den alten Gebäuden gibt es hier immer noch den „hot tub“, ein natürlicher unterirdischer 35°C warmer Fluss, der durch ein Becken geleitet wird, in den man sich setzen kann und sich kochen lassen kann. Danach begann unser 4WD- Adventure. Über sandige Strecke in den Nationalpark hinein. Zum Teil ging es auch durch ausgetrocknete Seen, wo der Untergrund einer geteerten Straße mit übelsten Mörder- Schlaglöchern glich. Durch das letzte Stück, es war sehr weicher und tiefer Sand, musste sich unser Oerl durchkämpfen, was er auch ohne Probleme gemacht hat. An unserem Ziel, unser Campingplatz, sind wir noch schnorcheln und angeln gegangen. Schnorcheln war sehr schön. Wir haben viele Fische gesehen, sogar eine Anemone mit 4 kleinen Clownfischen. Angeln war erfolglos wie immer.



Der Dienstag hat damit begonnen, dass es immer wieder etwas genieselt hat, der komplette Himmel bewölkt war und es dadurch recht kühl war. Wir haben uns also kurzerhand entschlossen gleich weiter zu reisen, ursprünglich wollten wir nochmal Schnorcheln gehen. Heute ist Claudi die komplette Sandpiste zurück gefahren. Am Peron Homestead haben wir dann im heißen Becken gebadet. Den restlichen Tag sind wir gefahren, bis wir am späten Nachmittag Carnarvon erreicht hatten. Hier werden wieder Bananen und andere tropische Früchte angebaut, was zeigt das wir langsam wieder ins tropische Klima kommen. Nachdem wir eingekauft und nachgetankt hatten sind wir etwa 50km ins Landesinnere zu unserem Camp am Rocky Pool gefahren. Dort haben wir den Abend gemütlich bei einem Glas Wein am Lagerfeuer verbracht.



Den Mittwoch haben wir am Rocky Pool verbracht. Nach so viel Fahren war es richtig schön einfach nur in den Tag hineinzuleben. Der Pool selbst war leider nicht mehr das was er mal war. Früher floss hier ein riesiger Fluss entlang und an dieser Stelle war es super zum baden. Heute ist nur noch ein riesiges trockenes Flussbett übrig und der Pool ist zu einem Wasserloch für die umliegenden Herden geworden. Es war immer etwas los im und am Pool. Kängurus, Ziegen, Rinder, Enten und andere Vögel und ein paar Touristen. Den Abend haben wir wieder unter sternenklarem Himmel gemütlich am Lagerfeuer verbracht.



Am Donnerstag sind wir nach Coral Bay gefahren. Hier werden wir einige Tage bleiben und am Ningaloo Reef mit Manta Rochen und Walhaien schnorcheln und natürlich auch am Riff tauchen gehen, wo wir hoffen Schildkröten zu sehen.

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