Blog - Ningaloo Reef

April
20
2010

Ningaloo Reef

Ningaloo Reef

Am Freitag, 9. April 2010 stand unser Schnorcheltrip mit den Walhaien auf dem Programm, aber so weit kam es nicht, der Trip war aufgrund des Wetters abgesagt. War aber nicht so tragisch, da wir einfach unseren Quad-Trip vorverlegt haben. Wir sind bei herrlichstem Sonnenschein entlang der Küste über die Dünen gebrettert. Es hat voll viel Spaß gemacht. Unterwegs haben wir angehalten und in einer Schildkröten Sanctuary ein bisschen die Schildkröten beobachtet.



Am Samstag war unser Tauchtrip zum äußeren Ningaloo Riff. Auf dem Weg haben wir an einer „Cleaning-Station“ angehalten und sind mit Manta Rochen geschwommen. Zu der Zeit waren gerade 4 Rochen an der Station und man hat sie immer wieder unter sich durch schwimmen gesehen. Schade war, dass das Wasser aufgrund des Coral Spawns in der Nacht zuvor recht trüb war und sich daher die Sichtweite irgendwo zwischen 3 und 5 Metern befand. Trotzdem war es beeindruckend so nah an dem weltgrößten Rochen zu schwimmen.
Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann weiter zu unseren Tauchgängen. Auf dem Weg zum Riff sind wir durch die Schildkröten Sanctuary gefahren und konnten ein paar richtig große Schildkröten ganz nah vom Boot aus sehen. Auch das äußere Riff war sehr schön und mit vielen bunten Fischen und Korallen bevölkert. Am Abend wieder zurück in Coral Bay waren wir ganz schön kaputt.



Am Sonntag war unser zweiter Anlauf zu den Walhaien, der diesmal auch stattgefunden hat. Walhaie sind die weltgrößten Fische und können bis zu 18,3m lang werden, über 1500m tief tauchen und sie ernähren sich ausschließlich von Plankton, sind also absolut ungefährlich für den Menschen.
Zunächst ging es mit dem Boot ein Stück ans Riff, wo wir einen Trainingsschnorchel gemacht haben. Er diente dazu das Equipment einzustellen. Dann ging es raus aufs offene Meer. Auf dem Weg haben uns einige Delphine besucht und wir haben eine gestreifte Seeschlange gesehen. Auf dem offenen Meer hat dann das große Warten begonnen. Um einen Walhai zu finden sucht ein Spotterflugzeug (eine kleine Cessna 172) einen 10x50km Quadranten außerhalb des Riffs ab. Sobald ein Walhai gespottet wird, werden die GPS Koordinaten an unseren Captain gefunkt und er steuert mit voller Fahrt die Koordinaten an. Ab da heißt es dann purer Stress auf dem Deck. Schnell die Ausrüstung anlegen und ab zum Tauchdeck. Einer der Betreuer springt dann ins Wasser um zu bestätigen dass es sich um einen Walhai handelt. Dann wird rotiert, jede Gruppe ist immer 3-5 Minuten im Wasser, wird dann vom Boot eingesammelt und die nächste Gruppe Schnorchler ist an der Reihe. Leider wurde am Sonntagvormittag kein Hai gespottet. Irgendwann um Eins gab es Mittag und die Warterei ging weiter. Um halb Vier kam dann die Nachricht, Wahlhai entdeckt. Bis wir ankamen hatte er es sich leider anders überlegt und war bereits wieder abgetaucht. Enttäuscht haben wir uns dann auf die 90 minütige Rückfahrt gemacht. Zum Glück kann man den Trip so lange wiederholen, bis man einen Hai gesehen hat. Wir haben unseren zweiten Anlauf auf Montag gebucht.
Der Ablauf war am Montag wie am Sonntag, mit dem einen Unterschied, dass bereits nach wenigen Minuten Suche ein Hai gespottet wurde und wir bereits um 10 Uhr mit dem 7m langen Walhai geschwommen sind. Es war sehr beeindruckend. Man springt ins Wasser und sieht erst mal gar nichts und plötzlich kommt der Hai mit offenem Maul (etwa 1m breit) auf einen zu geschwommen. Dann klemmt man sich an seine Flossen und schwimmt einfach mit. Nach den 90 Minuten waren wir fix und fertig und haben uns auf den Rückweg gemacht. Wir haben am Riff nochmal angehalten, etwas geschnorchelt und Mittag gegessen und waren bereits um Drei wieder zurück in Coral Bay. Von dort aus haben wir uns auf den Weg nach Exmouth gemacht, natürlich über den 4WD Küstentrack. Nach ein paar Kilometern hatten wir bereits unseren Campingplatz erreicht.



Den Dienstag haben wir mit Fahren verbracht. Teilweise war die Strecke wieder mal extrem wellig, steinig oder einfach mit riesigen Schlaglöchern voll, so dass man nur Schritttempo fahren konnte. Am Nachmittag haben wir den Cape Range Nationalpark erreicht und den Rest des Tages am Campingplatz und im Meer verbracht. Weißer Sand und kristallklares Wasser, einfach herrlich.



Am Mittwoch ging es erst mal zu einem Watercrossing, der interessante Teil des Nationalparks liegt auf der anderen Seite des Flusses. Der Fluss muss direkt an der Mündung überquert werden, wo man durch extrem weichen Sand und Salzwasser fahren muss. Beides ist nicht ganz so einfach und man sollte die Überquerung nur bei Ebbe machen. Also haben wir etwas gewartet. Die Hauptbeschäftigung im Cape Range Nationalpark ist Schnorcheln, da sich dort das Riff direkt an der Küste befindet. Wir waren also am Nachmittag nochmal Schnorcheln und haben dann an einem der Bushcamps übernachtet.



Auch am Donnerstag waren wir nochmal Schnorcheln und sind gegen Nachmittag nach Exmouth aufgebrochen. Dort haben wir unseren Tauchtrip am Navy Pier gebucht, einer der 10 schönsten Tauchspots weltweit. Der nächstmögliche Termin für einen Doppeltauchgang war aufgrund der Gezeiten erst am Dienstag. Die Nacht haben wir an einem Caravanpark in Exmouth verbracht.



Die folgenden vier Tage sind wir wieder in den Cape Range Nationalpark zurück gefahren und haben geschnorchelt, gebadet, relaxed und einfach mal die Seele baumeln lassen. Am Samstag und Sonntag sind wir endlich mit einer Schildkröte geschwommen. Auch das Erlebnis war atemberaubend. Wir haben noch viele bunte Fische, Korallen und andere Schnorchler gesehen. Außerdem einen riesigen Potato Cot, der war bestimmt 1m lang. Natürlich haben wir auch wieder einige Fotos und Filme gemacht.



Am Montag ging es wieder zurück nach Exmouth und auf den Caravanpark. Am Nachmittag haben wir uns im Pool erfrischt, endlich mal wieder in salzfreiem Wasser baden ;)
Am Dienstag waren wir am Navy Pier tauchen. Nach einer etwa 2 stündigen Einweisung ging es zum Pier (Steg). Obwohl die Sichtweite nicht optimal war, war es ein unvergessliches Erlebnis. Es wimmelte nur so von Fischschwärmen. Genauso waren alle uns bekannten Fische vom Riff zu finden, zudem noch sehr große Fische, ein paar faule Haie an die man sehr nahe heran schwimmen konnte, verschiedene Nudybranches (bunte Unterwassernacktschnecken) und die extrem giftigen Lionfische. Es war ein echt gelungener Abschluss unserer Tauchabenteuer in Australien.



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