Blog - Savannah Way

July
28
2009

Savannah Way

Savannah Way


Der Savannah Way erstreckt sich auf insgesamt 3501 Kilometern von Broome nach Cairns, wovon ein Großteil unbefestigte Straße ist und nur mit Allrad-Antrieb befahren werden sollte. Das Teilstück von Katherine bis Cairns, welches wir befahren haben umfasst insgesamt ca. 2000 km. Am Freitag, 17. Juli 2009 haben wir uns von Katherine Richtung Mataranka auf den Weg gemacht (105 km). Mataranka, berühmt für seine 34 Grad warmen Thermalpools, haben wir am späten Nachmittag erreicht. Auf dem Weg zu unserem Bushcamp etwas außerhalb von Mataranka haben wir die Bitter Springs Thermalpools besucht und einen kurzen Bushwalk durch den Regenwald gemacht.



Am nächsten Morgen haben wir uns zu Fuß 4 km quer durch den Busch zu den warmen Thermalpools auf den Weg gemacht. Im Regenwald ist es immer recht kühl, weshalb das warme Bad sehr angenehm war. Nach dem Fußmarsch zurück zum Auto ging es etwa 170 km unbefestigte Straße zur Roper Bar, ein Roadhouse wo man neben Benzin und Wasser auch einige andere Lebensmittel kaufen kann. Hier gab es einen warmen Kaffee und für Claudi noch ein Eis. Danach ging es in den Limmen Nationalpark. Ziemlich eintönige Gegend. Wir haben einige Flüsse mit und auch ohne Wasser durchquert. 3km vor unserem Bushcamp passierte endlich etwas Spannendes. Unseren rechten Hinterreifen hat es total zerfetzt. Also mussten wir den Reifen wechseln, kurz vor Feierabend war das eine recht abenteuerlich Angelegenheit. Als die Sonne schon fast untergegangen war, erreichten wir endlich den Campingplatz. Das Baden in den Butterfly Springs fiel daher aus und wir sind sehr bald ins Zelt gekrochen.



Nach der Reifenpanne wollten wir schnellstmöglich einen neuen Reifen haben, weshalb wir ohne Umwege auf die etwa 250 km nach Borroloola aufbrachen, wo die nächste Werkstatt zu erwarten war. Dort angekommen mussten wir erst einmal feststellen, dass es Sonntag war. Zum Glück war bei einer der zwei vorhandenen Werkstätten jemand da, der uns den passenden Reifen montierte. Währenddessen konnten wir nachtanken und uns Borroloola mit seinem Flughafen etwas genauer anschauen. Nachdem wir den neuen Reifen montiert hatten sind wir eine sehr sandige Strecke weiter gefahren, wo wir irgendwo im Busch unweit vom nächsten Telefon campten.



Wildcampen war eigentlich ganz schön, wir sind auch früh aus dem Bett und waren nach dem Frühstück bereits um 7:45 unterwegs. Das erste Ziel war die Grenze nach Queensland. Entgegen der Erwartungen war hier der Zustand der Straßen nicht schlechter als noch im Northern Territory. Nach einigen Kilometern kamen wir zum Hellsgate, das ist ein Roadhouse mit Tankstelle, Campground und Flugplatz mitten im Nirgendwo. Hier haben wir uns einen heißen Kaffee bestellt und etwas mit dem Betreiber geplaudert. Anschließend sind wir weiter nach Dormadgee, wo wir eigentlich campen wollten. Allerdings haben wir in der Stadt alles gefunden (Polizei, Tankstelle, Schule mit Schwimmbad, Supermarkt,…) nur keinen Campingplatz. Wir haben uns also kurzerhand entschlossen weitere 150km zum Adels Grove Campingplatz 10km vor dem Lawn Hill Nationalpark zu fahren. Die Strecke war eine Mischung von unbefestigter Straße bis 4WD Track. Wir hatten auch einige Wasserdurchquerungen zu bewältigen, wir hatten alle sehr viel Spaß dabei. Am Nachmittag sind wir noch in dem nahegelegenen kühlen Fluss baden gegangen.



Am Dienstag, 21. Juli stand der Lawn Hill Nationalpark auf dem Programm. Nach dem Frühstück sind wir zum Lawn Hill Gorge gefahren. Hier haben wir einen ca. 5km Rundweg durch den Gorge mit schönen Aussichtspunkten über die Landschaft gemacht. An den Indarri Fällen war eine schöne Badestelle, wo man sich wieder etwas abkühlen konnte. Der ganze Gorge liegt wie eine Oase mitten in der Savanne. Am Nachmittag haben wir auf dem Zeltplatz im kühlen Schatten unsere weitere Route durch Queensland geplant.



Am Mittwoch ging es weitere knapp 400km entlang des Savannah Ways (nach etwa 40km gab es eine gechillte Kaffeepause mitten in der Prärie) durch Burketown, vorbei an den Leichhardt Falls nach Normanton, wo wir tankten. 2km hinter Normanton campten wir am Norman River.



Am Donnerstag ging es nur ca. 70km auf asphaltierter Straße nach Karumba, wo wir unsere Angel auspackten und unser Glück im Meer versuchten. Abends haben wir uns den Sonnenuntergang in der Sunset Tavern bei einem kühlen Bier angeschaut.



Am Freitag sind wir extra früh aufgestanden. Während Claudi Frühstück richtete versuchten Romeo und Matthias erneut ihr Glück. Allerdings hat wieder kein Fisch angebissen, irgendwie ist Angeln nicht unser Hobby. Nach dem Frühstück haben wir die Segel gestrichen und uns auf den Weg gemacht. Wir haben noch kurz 1/2 Kilo frische Garnelen und ein Barramundi Filet für unser Abendessen gekauft. Dann ging es 40km asphaltierte Strecke zurück Richtung Normanton und anschließend links ab auf den alternativen Savannah Way Richtung Cairns.



Nach dem Campen im Nirgendwo sind wir wieder zurück auf die Straße in Richtung Cairns. Nach ein paar Kilometern bogen wir links in den Chillagoe Mungana Caves Nationalpark ab. Hier haben wir uns ein paar Tropfsteinhöhlen und etwas Aboriginal Rock Art angeschaut. Danach sind wir nach Chillagoe weiter gefahren, wo wir im Informationszentrum (The Hub) ein paar Prospekte einsammelten. Dann ging es auf den Wheelbarrow Way durch ein paar kleine Ortschaften bis nach Mareeba. Nach einer warmen Dusche auf dem Campingplatz am Rodeo Ground sind wir ins Coffee Works. Hier haben wir viel über den australischen Kaffeanbau erfahren und uns den Magen mit sehr vielen verschiedenen Kaffe- und Tee-Sorten und einiger Schokolade ordentlich verdorben. Aufgrund der kostenlosen Reentry-Card die wir hier bekommen haben ist der Morgenkaffee am Sonntag ebenfalls gesichert.



Am Sonntag war Ausschlafen angesagt, da wir erst um 9 unseren Morgenkaffee im Coffe Works zu uns nehmen wollten. Danach ging es auf Erlebnistour rund um Mareeba. Zuerst stand der Granit Gorge auf dem Programm, wo wir Fels-Wallabies gefüttert haben und über einige Granitfelsen gewandert (geklettert) sind. Danach standen die Emerald Creek Falls auf dem Programm, wo es eine kurze Wanderung von 1,9km zum Top der Falls mit schönem Ausblick gab. Hier machten wir auch Mittagspause in der Picnicarea. Anschließend ging es weiter zu den Davies Falls, wo wir erst unser Zelt im Campground aufbauten und anschließend eine steile Serpentinen-Strecke zu den Falls fuhren. Oben angekommen haben wir den 1km langen Rundweg mit schönem Blick auf die Schlucht und die Wasserfälle gemacht. Mit etwas Feuerholz beladen fuhren wir zum Zelt zurück. Heute wurde wieder auf dem offenen Feuer gekocht und anschließend etwas gemütlich am Lagerfeuer zusammengesessen.



Am Montag hieß es erst mal früh aufstehen, schließlich wollten wir ja vor dem großen Touristenrummel in Kuranda sein. Als wir dort ohne Kaffee um 8 ankamen war die Stadt wie ausgestorben, also erst mal Morgenkaffee in einem der wenigen offenen Cafés trinken. Erst gegen 10 ist die Stadt langsam erwacht und wir haben eine kleine Shoppingtour über die vielen Märkte gemacht. Danach ging es auf einen ca. 2,5km langen Bushwalk rund um Kuranda, hier haben wir so richtig den Regenwald genießen können. Um 2 sind wir mir der Kuranda Scenic Railway quer durch den tropischen Regenwald nach Freshwater gefahren. Der Zug stoppte an den Barron-Falls und wir hatten ein paar sehr schöne Aussichten auf den Regenwald und die Landschaft. In Freshwater angekommen nahmen wir den Shuttle-Bus zur Skyrail Talstation und sind danach sofort mit der Skyrail nach Kuranda aufgebrochen. Auf dem ersten Zwischenhalt machten wir eine kurze Tour mit dem Ranger, der uns einiges über den Regenwald und die Pflanzenwelt sowie über die Verwendung der Früchte durch die Aborigenies zeigte und erzählte. Danach waren wir die Letzten die nach Kuranda fuhren. Am Zwischenhalt an den Barron-Falls liefen wir kurz den Pfad durch den Regenwald mit ein paar schönen Aussichtspunkten auf die Falls. Danach ging es zurück nach Kuranda, das, wie sollte es anders sein, bereits wieder zur Geisterstadt geworden war. Hier wird gerade mal 6 Stunden am Tag gearbeitet, eben eine reine Touristen-Stadt. Am Auto mussten wir feststellen, dass beide Batterien leer waren, Matthias hatte vergessen das Licht aus zu schalten. Eine freundliche Australierien half uns weiter, so dass wir zu unserem Campground mitten im Regenwald, ein paar Minuten von Kuranda entfernt, aufbrechen konnten.



Am Dienstag haben wir uns auf die letzte Etappe gemacht. Um 10 haben wir nochmal Kaffee in Kuranda genossen. Danach ging es eine steile Serpentinenstrecke hinunter nach Cairns. Dort sind wir quer durch die Stadt und am Ufer entlang geschlendert.



Die Tour mitten durchs australische Outback war sehr schön, wir haben viele verschiedene Vögel, einige große Kuhherden und sehr viele Kängurus gesehen. Auf den sandigen Off-Road-Strecken haben wir unser Auto innen wie außen ordentlich verdreckt. Nach diesem Outback-Erlebnis freuen wir uns schon auf unsere Abenteuer am und im Meer.

Bei der Fahrt durch die Prärie haben wir unser Auto endlich getauft. Es heißt nun Oerl, Oerl und Romeo hiengen auch schon in der Luft, die Sache war schwierig und gefährlich und das Bett ging dabei kaputt (sch*** Schlagloch).

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